Elisa Deiss-Helbig

“I hope that she doesn’t feel any limitations. That she doesn’t have any sense of what girls can or can’t do. That it’s just not even a concept for her.” – Jacinda Arden über die Zukunft ihrer Tochter

„Ändere die Welt, sie braucht es.“ – Bertolt Brecht

Diese zwei Zitate, von der neuseeländischen Premierministerin Jacinda Arden und dem Dramatiker Bertold Brecht, geben perfekt meine Motivation wieder, mich politisch zu engagieren: Ich setze mich dafür ein, dass meine Töchter in einer Gesellschaft aufwachsen, in der Geschlecht oder (soziale) Herkunft sich nicht negativ auf die eigenen Möglichkeiten im Leben auswirken.

Gemeinsam mit meinem Mann und unseren zwei Töchtern (3 & 8 Jahre) lebe ich in Stuttgart. Nach meinem Studium an der Universität Stuttgart habe ich zunächst an einem Forschungszentrum in Frankreich (Bordeaux) gearbeitet und bin nun seit 2012 als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschung, Lehre und Studiengangsmanagement an der Universität Stuttgart tätig. Ich bin früh durch meine Eltern politisiert worden. Politische Diskussionen mit meinem Bruder und mir am Esstisch waren alltäglich. Im Mittelpunkt standen immer Fragen der sozialen Gerechtigkeit, des respektvollen Miteinanders und einer Politik, die ungleiche Startbedingungen ausgleicht.

Mein politisches Interesse und mein Drang danach, Zusammenhänge zu verstehen, haben mich zu meinem Studium der Politikwissenschaft und meiner anschließenden Promotion gebracht. In meiner Doktorarbeit habe ich mich mit der Frage beschäftigt, welche Rolle Parteien hinsichtlich der geringen Präsenz von Menschen mit familiärer Einwanderungsgeschichte spielen.

Folgende Punkte sind für mich zentral:

  • Chancengleichheit in allen gesellschaftlichen und politischen Bereichen, unabhängig von Geschlecht, sozialer Herkunft oder familiärer Einwanderungsgeschichte. Darunter fällt für mich auch, dass Bildung frei sein muss – von der Kita bis zum Studium.
  • Eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zentral ist hier der Kita-Ausbau für Kinder unter 3 Jahren und der Ganztagesausbau in den Grundschulen – und dies nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ.
  • Geschlechtergerechtigkeit in allen Lebensbereichen – vom Berufsleben bis zur Vertretung in den Parlamenten.